von Benedikt Ehlscheid
Elektronische Klänge sind aus moderner Musikproduktion schon lange nicht mehr wegzudenken - egal ob sphärisch klingende Flächen, treibende Bässe, oder experimentelles Soundscaping. Mit dem Beginn analoger Klangsynthese verbreiteten sich Mechaniken und Arbeitsweisen, welche heute noch die Grundlage vieler dieser Klänge bilden. Durch den Einzug digitaler Synthesizer in den 1980er Jahren würden diese Möglichkeiten noch einmal vielfältig erweitert.
Modulare Synthesizer sind (obwohl sie die Urform der Synthesizer sind) ein relativ neuer Trend elektronischer Musik- und Soundproduktion, und schrecken Interessierte oft durch die wahrgenommene Komplexität ab - was für Module gibt es, welche werden benötigt, wie verbindet man diese? Doch wenn man den Einstieg geschafft hat ergibt sich eine Welt ungeahnter Kontrolle über den eigenen Klang, da nicht nur jede*r Einzelne das eigene Instrument von Grundauf selbst zusammenstellt, sondern diese Module auch immer wieder neu und anders miteinander verbunden werden können - voreingestellte, festgelegte Signalpfade existieren nur selten. Diese Kontrolle ermöglicht eine einzigartige Erfahrung in der Handhabung von Synthesizern.
Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für die Grundlagen elektronischer Klangsynthese im Allgemeinen und für modulare Synthesizer im Besonderen interessieren, und vermittelt diese auch ohne Vorwissen. Zur Demonstration wird ein kleiner modularer Synthesizer vor Ort vorgestellt, welchen man (je nach Zeit) auch selbst einmal kurz bedienen kann. Dabei geht der Vortrag auf grundlegende Aspekte wie analoge vs. digitale Klangerzeugung, East Coast vs. West Coast Style, sowie Formen von Modulation und Aufbau von Synthesizern ein.